Archiv des Autors: Andrea Tüllinghoff

Muffins für Miramar

Endlich konnte die Unsere-Welt-AG nach langer Pause wieder eine Aktion für unsere Partnerschule in Lima starten. Also wurden am Dienstag sehr vielfältige, zum Teil schön verzierte Muffins gebacken, mit Schokolade, mit Himbeeren, mit Streuseln, vegane und Vollkorn-Muffins, die dann am Mittwoch bei wider Erwarten trockenem Wetter angeboten werden konnten.

Nicht nur die Kinder in Miramar werden sich freuen über die reichen Spenden. Auch die zahlreichen Schülerinnen und Schüler der Angelaschule und deren Lehrerinnen und Lehrer, die das Angebot angenommen hatten, hatten ihre Freude an den leckeren Muffins. So haben unsere neuen AG-Mitglieder mit den schon lange Engagierten einen erfolgreichen Tag erlebt.

Wie geht es unseren Freund*innen in Miramar / Lima?

Wir freuen uns, dass am Montag endlich wieder der Präsenzunterricht startet und auch sonst einige „Lockerungen“ unserer strengen Corona-Regeln in greifbare Nähe rücken.

Aber wie sieht es in Lima aus, in den Familien unserer Partnerschulen, bei den Schwestern? Rosa Maria Serrano, die Kollegin, die in den letzten Jahren im Rahmen unseres Austausches regelmäßig bei uns in der Angelaschule war, erzählte mir am Telefon, dass sie vermutlich bis Ende dieses Jahres Distanzunterricht online machen müssen.

Sr. Erika, die einige vielleicht noch kennen, da sie 2008 einmal die Angelaschule besucht hat, berichtet in einer E-Mail über die dramatische Lage in Peru und wie sie versucht, den Menschen, die am schlimmsten betroffen sind, zu helfen.

„Es ist schon schlimm mit der Pandemie. Vorgestern sagte man bei uns “alle 5 Minuten stirbt ein Peruaner“. Die Betten in den Krankenhäusern und der Sauerstoff reichen einfach nicht aus. Viele Bekannte sind plötzlich krank geworden und gestorben. Antonieta hat auch einen Bruder verloren, gestern einen Neffen. Ganze Familien erkranken. Gott sei Dank fängt man jetzt an mit der Impfung. M. Pia und Esther haben schon die 2. Dosis, Ana Maria und ich sind am letzten Sonntag geimpft worden. ….

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Kauf‘ ein Teil mehr für die Wärmestube

Unter diesem Motto hat der WPK „Sozialgenial“ Spenden gesammelt. Wir hatten erfahren, wie schwer insbesondere Wohnungslose, Langzeitarbeitslose, Menschen am Rand unserer Sozialgesellschaft unter den harten Einschränkungen in der Corona-Krise zu leiden haben.

Diesen Menschen wollten wir helfen, indem wir Spenden in Form von Nahrungsmitteln sammelten. An den Eingängen verschiedener Supermärkte standen unsere entsprechend gekennzeichneten Körbe. So haben viele bei ihrem Einkauf ein Teil mehr gekauft. Reis, Nudeln, Kaffee, Konservendosen und vieles andere Dinge wurden gespendet.

Die gesammelten Lebensmittel haben wir an verschiedenen Nachmittagen – coronakonform in kleinen Gruppen – zur Wärmestube gebracht, wo Sr. Soteris sie mit großer Freude in Empfang genommen hat.

Sozialgenial – trotz Corona oder jetzt erst recht?

Was macht ein Wahlpflichtkurs, der sich mit älteren Menschen treffen wollte, mit ihnen spielen, lachen, singen wollte, der zu Wohnungslosen gehen wollte, in einer Zeit, in der Kontakte so stark eingeschränkt werden, dass die Gruppe nicht die sozialen Einrichtungen besuchen durfte?

Die Sozialgenial-Gruppe hat Verantwortliche der verschiedenen Einrichtungen eingeladen, um von ihnen zu erfahren – mit entsprechendem Abstand und Hygieneregeln –, wie es den Menschen im Altenheim, im Gefängnis, in der Wärmestube, in den Caritas-Einrichtungen in St. Petersburg geht. Dabei wurden gute Ideen für schöne Aktionen entwickelt: An einem Nachmittag hat die Gruppe auf dem Kirchplatz vor dem Seniorenheim St. Franziskus gespielt und geturnt. Das hat viel Spaß gemacht, nicht nur, weil wir u.a. begeistertes Klatschen aus den Fenstern erleben konnten. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich auch gefreut, als einige vor dem Café musiziert haben. Als wir unsere gebastelten Karten, Lichter und Grußboxen kurz vor Weihnachten als Geschenke dorthin brachten, konnten wir das Leuchten in den Gesichtern sehen – im Abstand und durchs Fenster.

Mit diesen schönen Erfahrungen geht der WPK „Sozialgenial“ kreativ ins zweite Schulhalbjahr.

Videogruß aus Miramar

In dem folgenden kurzen Film von Sr. Rosana, Sr. Jaimi und Sr. Barbara aus Lima könnt ihr sehen, was sie für die bedürftigen Familien in Miramar und Pachacutec einpacken. Die Schwestern bedanken sich dort für eure Hilfe. Sie wünschen euch viel Erfolg beim Laufen. Von diesem Geld können sie dann für die Familien, die besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, weitere Nahrungsmittel kaufen.

Mit 17 Zielen die Welt retten – Mission 2030

Unsere-Welt-AG auf Exkursion   

Am 11. Juli 2020 sind wir, die Unsere-Welt AG, zu unserem ersten Ausflug seit der Corona-Pandemie aufgebrochen. Unser Ziel war das Museum für Naturkunde am Schölerberg, genauer gesagt die Sonderausstellung „Mission 2030“, die man seit dem 1. März 2020 dort besuchen kann.

Dort werden verschiedene Ziele der UN vorgestellt, die bis 2030 erfüllt werden sollen. Insgesamt hat die UN 17 Ziele aufgestellt, wie z.B. „Sauberes Wasser“, „Keine Armut“, und „Geschlechtergleichheit“. Für die Ausstellung wurden Länder ausgesucht, die von dieser Mission besonders betroffen sind und denen es besonders schlecht geht. Aus diesen Ländern wurden jeweils ein oder zwei, meist Jugendliche oder Kinder, interviewt, die von ihren Erfahrungen mit Projekten erzählen und davon, wie ihr Leben aussah, bevor es sich die UN zur Aufgabe machte, diesen Ländern zu helfen. 

Zu Beginn der Ausstellung durfte sich jeder von uns eine Rolllenkarte mit einem Land und dem jeweiligen Projekt aussuchen, worauf auch ein Strichcode abgebildet war, den wir in der interaktiven Ausstellung für verschiedene Stationen benutzen konnten. Neben den Interviews konnten wir uns auch durch Spiele, Videos, Karten und vieles mehr über die jeweiligen Situationen und Projekte informieren. Es ist eine sehr spaßige und dennoch sehr lehrreiche Ausstellung, die wir auf jeden Fall weiterempfehlen können. (Mathilde)

Blick über den Tellerrand

Ehemalige Schülerinnen und Schüler verschafften der 8d und der 10a lebhafte Einblicke in das Leben in Indien und in Uganda. Sie erzählten mit vielen Bildern (und auch sehr scharfen Snacks zum Probieren) von ihren Erfahrungen im Freiwilligendienst im Ausland (FDA).

In den jeweiligen Doppelstunden wurde deutlich, wie unterschiedlich das Leben im Norden Indiens (Leon hat in der Nähe von Kalkutta in einem Internat gearbeitet) und im indischen Süden ist (dort hat Jasmin in einem Waisenhaus gelebt und gearbeitet), was sie während einer 26-stündigen Bahnfahrt erleben konnten, dass in Indien an beinahe jedem Tag ein besonderes Fest gefeiert wird, wie sie es trotz des massenhaften Verkehrs geschafft haben, in der Stadt von A nach B zu kommen.

Das Leben in Uganda unterscheidet sich von den Erfahrungen in einem Dorf (Rafael hat in Kahunge in einem Parish gelebt und in einer Primary school gearbeitet) von denen in der Hauptstadt Kampala (Jan hat dort in einem HIV-Krankenhaus gearbeitet, von dem aus er auch mit einer mobilen Krankenstation in die Außenbezirke gefahren ist).Sie erzählten, wie man mit dem Hauptverkehrsmittel, dem Bodaboda fährt, dass es „leider nur“ 4 Wochen lang leckere geröstete Heuschrecken zu essen gibt, aber auch wochenlang Avocados, dass man in der Dorfmannschaft nicht nur zusammen Fußball spielt – auch der Pfarrer ist dabei – sondern das Leben miteinander teilt, Freud‘ und Leid, und einander unterstützt.

Sowohl in Indien als auch in Uganda ist zwar die Amtssprache Englisch, aber wirklich angekommen im Leben dort, in ihren Wohngemeinschaften, im Dorf,  in der Schule im Zusammenleben mit „ihren“ Kindern waren Jasmin, Leon, Jan und Rafael erst, als sie die jeweilige Regionalsprache, z.B. Kanada oder Ruturo, sprechen konnten.

Diskriminierung – nicht nur – im Fußball

Am 4. März wurde das Klassenzimmer der Klasse 8d an die „Bremer Brücke“ verlegt zum „Tatort Stadion“.  Die Schülerinnen und Schüler nahmen, ausgehend von Diskussionen im Religionsunterricht, teil am VFL-Fanprojekt „Diskriminierungen und politische Einflüsse im Fußball“. In den Spielerkabinen des VFL und in den Gäste-Kabinen, im Presseraum und im VFL-Museum setzten sie sich unter der Moderation von Lisa und Freddy, den pädagogischen Mitarbeiter*innen der VFL-Fans, mit Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschengruppen auseinander.

Konfrontiert mit rassistischen, antisemitischen, sexistischen und rechtsradikalen Äußerungen wurden sie in verschiedenen Workshops für gesellschaftspolitische Themen und Probleme am Beispiel des Fußballs sensibilisiert. So wurden sie befähigt, sich in aktuelle Diskurse – auch im Schulkontext – einzubringen, andere Perspektiven wahrzunehmen und einzunehmen, um sie so in ihrer Selbstverantwortung und Entscheidungsfähigkeit zu stärken.

Ein Gang durch die verschiedenen Fan-Blocks im Stadion rundete den gelungenen Vormittag beim VFL ab.