Journalist Bernd Niebrügge war Gast beim Oberstufenforum Politik/ Wirtschaft
„Um die neuesten Meldungen aus der Stadt zu schicken, mussten wir zum Satellitentelefon immer über eine bestimmte Straße an den Heckenschützen vorbei. Und wir wussten, dass ein Schuss genügte“, so Bernd Niebrügge über seine 4 Tage als „menschliches Schutzschild“ in Begleitung eines UN-Konvois im damals jugoslawischen Mostar während des bosnischen Bürgerkriegs 1993.
Die Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 12 und 13 waren sehr beeindruckt, als der Sonderkorrespondent der ARD und Speaker verdeutlichte, wie gefährlich und dennoch unglaublich wichtig die Kriegsberichterstattung direkt aus einem Krisengebiet damals und noch genauso heutzutage anzusehen ist. Die spannenden und authentischen Beispiele, die Niebrügge zu den Gefahren und Unwägbarkeiten einer Arbeit in Krisengebieten anbrachte, stießen auf großes Interesse.
In einer Welt, in der uns täglich „Fake News“ präsentiert werden, brauchen wir zwingend eine fundierte und seriöse journalistische Recherche, so der Journalist. Das ist der wichtigste Auftrag der öffentlich rechtlichen und unabhängigen Sender, um die Bürgerinnen und Bürger mit jederzeit glaubhaften und zuverlässigen Nachrichten zu versorgen, betonte er.