Sieben Kandidierende diskutieren über die Zukunft von Wallenhorst

Rollenvorbilder sollen sie sein, forderte Herr Dr. Stich die Kandidierenden für das Amt des Bürgermeisters von Wallenhorst auf, als sie sich unter brillanter Moderation durch Johannes Buß, Diözesan-Charitasdirektor, zur Podiumsdiskussion in der voll besetzten Aula trafen. Diesem Auftrag wurden die Anwesenden – Lisa Böge, Christian Böwer, Michael Lührmann, Marion Müssen, Birgit Schad, Markus Steinkamp und Alexander Strehl – definitiv gerecht, pflegten sie doch über die gesamte Zeit von knapp zwei Stunden einen fairen, durchaus von Humor geprägten Umgang miteinander.

Johannes Buß wählte einen geschickten Ansatz für die Leitung der Veranstaltung: Die anwesenden Schüler:innen explizit begrüßend, betonte er: „Die Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl, keine Parteienwahl. Das sind die Menschen, die eure Zukunft in Wallenhorst gestalten wollen.“ Zu verschiedenen Themenblöcken wie „Wer ist der Mensch hinter der Kandidatur? Wie führen Sie? Was wollen Sie tun für Jugend und Lebensqualität?“ zogen die Kandidat:innen per Los Fragen, die sie jeweils individuell beantworteten – unter strenger, wenngleich augenzwinkernder Überwachung, die vorgegebene Redezeit von zumeist 90 Sekunden nicht zu überschreiten.

Echte Diskussion unter den Rednern kam bei den Themen Klimaschutz, Bauen und Wohnen sowie Ausbau der A33 auf, jedoch stets fair und auf Augenhöhe, auch wenn man sich in der Sache nicht einig war. „Ich muss hier mal den Partycrasher machen“, meinte beispielsweise ein Kandidat, um hervorzuheben, dass er als einziger Kandidat eine Gegenposition zu einer Frage einnahm. Dank zielorientierter Gesprächsführung bot sich zum Ende der Veranstaltung für die Kandidat:innen noch die Gelegenheit, sich mit der Reaktion auf kritische Nachfragen zu profilieren.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, an den Interessen des Publikums orientiert, mit kurzweiliger Moderation und authentischen Politiker:innen.

Ein Stück Holz… und noch viel mehr

Wie gerufen erwies sich für den Kunstleistungskurs die Initiative der Schulstiftung sowie des Künstlers Volker-Johannes Trieb zur partizipativen Kunstaktion „Ein Stück Holz“. Schließlich wurde im Unterricht gerade das Thema Soziale Plastik und im Besonderen das Kunstwerk „7000 Eichen“ von Joseph Beuys bearbeitet.

So ging es mit Elan ans praktische Werk: sammeln, sägen, bohren, magnetisieren und installieren.

Über 70 Holzstücke sind auf diesem Weg entstanden, die im Aktionszeitraum vom 01.09. bis 04.10.2026 für optische Irritationen im öffentlichen Raum bzw. rund um das Schulgelände sorgen. Die Hölzer dürfen versetzt und an anderen geeigneten Stellen wieder angebracht werden. Friedlich und bescheiden tauchen sie dort auf, wo Natur fehlt. Wer darüber nachdenkt, nähert sich der franziskanischen Botschaft (Schöpfung, Frieden, Bescheidenheit). So steht die im großen Rahmen stattfindende Aktion ganz im Zeichen des Franz von Assisi, an dessen 800. Todestag erinnert werden soll.

Eine feierliche Eröffnung mit dem Aktionskünstler Volker-Johannes Trieb, der Oberbürgermeisterin Katharina Pötter sowie dem EU-Ratspräsidenten a.D. Dr. Hans-Gert Pöttering findet am 04.09.2026 um 11:00 Uhr auf dem Rathausplatz statt. Natürlich ist der Kunst-LK auch dabei.

Aus vielen wird ein Wir

Kennenlerntage an der Nackten Mühle

In der letzten Woche machten sich alle vier fünften Klassen jeweils einen Vormittag zu Fuß auf den Weg zur Nackten Mühle. An diesem wunderbaren Ort mitten in der Natur konnten die Kinder bei Spielen, Gruppenaufgaben und einem gemeinsamen Picknick einen großen Schritt in Richtung gelingender Klassengemeinschaft tun: Wie organisiert man sich beispielsweise, wenn 31 Menschen mit (pro Schwung) jeweils acht Füßen oder mehr auf die andere Seite eines Seils laufen müssen? Neben den Lehrer:innen haben auch die Pat:innen den Vormittag begleitet. Sie waren eine große Unterstützung bei der Durchführung. Herzlichen Dank euch und dem Team der Nackten Mühle für vier schöne Kennenlerntage!

Begegnung über Grenzen hinweg

Ukrainische und deutsche Schüler:innen treffen sich in Polen

Nach unserem ersten Kennenlernen im Januar in Osnabrück war die Freude über das Wiedersehen groß: Für sechs Tage trafen sich Schüler:innen aus Ivano-Frankivsk und der Angelaschule Osnabrück in Polen. In einer kirchlichen Begegnungsstätte in Pliszczyn, in der Nähe von Lublin, verbrachten zehn ukrainische und acht deutsche Schüler:innen gemeinsam mit insgesamt vier Lehrer:innen aus der Ukraine und Deutschland eine abwechslungsreiche und eindrucksvolle Zeit.

Von Anfang an war die Begegnung von einer herzlichen und offenen Atmosphäre geprägt. Schnell wurde deutlich, dass aus dem ersten Treffen im Januar bereits Verbindungen entstanden waren, an die nun angeknüpft werden konnte. Unternehmungen, Gespräche und die Arbeit an unserem Projekt „Past – Present – Possibilities“ boten zahlreiche Gelegenheiten, sich noch besser kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und über unterschiedliche Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Ein besonders eindrücklicher Programmpunkt war der Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek. Die unmittelbare Nähe zu den Orten, an denen die Nazis unvorstellbare Verbrechen begingen, machte die Schüler:innen betroffen. Der Besuch war eine wichtige und besondere Erfahrung für alle.

Auch Lublin lernten wir bei einer Stadtführung kennen. Besonders die historische Altstadt mit ihrem Rathaus kam bei den Schüler:innen gut an. Ein Höhepunkt der gemeinsamen Tage war die Fahrt nach Warschau. Mit einem Stadtführer erkundeten wir zunächst gemeinsam die polnische Hauptstadt. Anschließend hatten die Schüler:innen Gelegenheit, die Stadt in kleinen Gruppen auf eigene Faust zu entdecken und polnische Spezialitäten zu probieren.

Neben den gemeinsamen Ausflügen blieb auch viel Zeit für Begegnungen und gemeinsames Miteinander. Die Unterkunft organisierte für unsere Gruppe zwei Grillabende mit Lagerfeuer. Diese ungezwungenen Momente wurden zu schönen Erlebnissen, wodurch neue Freundschaften entstanden, die hoffentlich über die sechs Tage in Polen hinausreichen werden.

Ein besonderer Dank gilt der PASCH-Initiative, die unsere Begegnung finanziell unterstützt und damit diese wertvolle internationale Erfahrung ermöglicht hat.

Politik hautnah: Oberbürgermeisterkandidat:innen diskutieren über Osnabrücks Zukunft

Vor vollbesetzter Aula, teils Schüler:innen im wahlberechtigten Alter, teils interessierte Bürger:innen aus den umliegenden Stadtteilen, stellten gestern Abend die Osnabrücker Oberbürgermeisterkandidat:innen ihre grundlegenden Positionen mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl vor. Moderiert von Dr. Christof Haverkamp sprachen Katharina Pötter (CDU), Robert Alferink (SPD) Volker Bajus (Grüne), Oliver Hasskamp (FDP), Prof. Dr. Thomas Groß (Linke) und Thorsten Wassermann (AfD) über Themen aus den Bereichen Verkehr, Wohnung, Klima und Bildung: Aspekte wie umweltfreundliche, aber gleichzeitig bezahlbare innerstädtische Mobilität und sozialem Wohnungsbau kamen ebenso zur Sprache wie der Umgang mit den sogenannten „Grünen Fingern“ und die Neugestaltung von Neumarkt und Johannisfreiheit. Zuvor von Besucher:innen notierte Fragen brachten Felix Schiermeyer, Jahrgang 13, und Luca Buchwald, Jahrgang 12, ein.

Das Publikum würdigte die Veranstaltung ausnahmslos als gelungen. Eine Schülerin der 8. Klasse meinte: „Ich finde es sehr erstaunlich, wie fair die Politiker miteinander umgegangen sind.“ Mit Bezug darauf unterstrich Herr Dr. Stich die Verpflichtung der Kandidatinnen und Kandidaten als Rollenvorbilder. Es sei wichtig für die Schüler:innen, die Personen, die in der Kommunalpolitik agieren, hautnah zu erleben, gleichzeitig aber auch die Komplexität der besprochenen Themen wahrzunehmen.

Dieser Einschätzung schloss sich Christian Koltermann, Fachobmann Politik-Wirtschaft und federführender Organisator der Podiumsdiskussion, an: Es sei „ein wichtiger Teil der politischen Bildung, derartige Podiumsdiskussionen inhaltlich vorzubereiten, die Kandidat:innen persönlich zu erleben und im Anschluss daran die Veranstaltung zu reflektieren. Eine weitere Gelegenheit, einen demokratischen Dialog in der Angelaschule zu erleben, besteht am Donnerstag, den 03.09.26 um 19 Uhr, wenn sich die Wallenhorster Bürgermeisterkandidat:innen den Fragen von Moderation und Publikum stellen.

Ein Tag voller Kunst in Bremen

Kurz vor den Sommerferien ging es morgens noch vor regulärem Öffnungsbeginn mit den beiden Kunst-Leistungskursen direkt ins Paula Modersohn-Becker Museum, wo wir zu einer Führung mit Workshop begrüßt wurden. So ergab sich nicht nur die Gelegenheit, ganz ungestört die ausdrucksstarken Werke einer Künstlerin kennenzulernen, die ihrer Zeit weit voraus war, sondern auch erste Impulse zu sammeln, die uns das Thema „Mutter und Kind“ näherbrachten, welches uns im neuen Kurshalbjahr noch intensiver beschäftigen wird.

Nach einer ausgiebigen Pause, die in Kleingruppen individuell im Schnorr-Viertel, an der Schlachte oder beim legendären Pizzabäcker verbracht wurde, ging es dann gleich weiter zum nächsten Ziel.

Im Museum Weserburg hat uns eine sympathisch-fachkundige Workshopleiterin die Ausstellung „So wie wir sind“ mit vielfältigen Perspektiven auf die Gegenwart nähergebracht und wir haben uns im praktisch-dialogischen Workshop mit spannenden Fragen unserer Zeit auseinandergesetzt.

Ein toller Tag, ganz im Zeich(n)en der Kunst, der von Frau Hicke und Frau Riesenbeck begleitet wurde.

Angela lädt ein – zum demokratischen Dialog in der Region

Als überparteiliche Gastgeberin lädt die Angelaschule an zwei Abenden alle Bewerber:innen für das Amt des Oberbürgermeisters in Osnabrück bzw. des Bürgermeisters in Wallenhorst ein und bietet so die Gelegenheit, diese persönlich kennenzulernen. 

Neben den Fragen der Moderation wird auch das Publikum die Möglichkeit haben, eigene Anliegen und Fragen einzubringen. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die unterschiedlichen Positionen sichtbar zu machen und den Wählerinnen und Wählern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die bevorstehende Wahl zu bieten.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Angelaschule freut sich auf zahlreiche Gäste aus der Region sowie auf einen informativen und fairen Austausch über die Zukunft von Osnabrück und Wallenhorst.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Die Angela ist wieder komplett

Am Freitag feierten wir in der Klosterkirche die Einschulung von 123 Mädchen und Jungen.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Wort aus dem biblischen Buch Josua: Sei mutig und stark! Was das bedeuten kann, wurde deutlich an einer Philosophin unserer Zeit: Pippi Langstrumpf. Sie ist ihren eigenen Weg gegangen – mutig, stark, zur Freude auch der anderen und niemals auf Kosten der Schwächeren. Genau das wünschen wir unseren neuen Schüler:innen und den vier Klassengemeinschaften, die nun miteinander unterwegs sind.

Den feierlichen Rahmen der Einschulung setzte die Bläserklasse 6A mit zwei toll gespielten Arrangements zum Te Deum von Charpentier und natürlich zur Filmmelodie von Pippi Langstrumpf. 

Mit reichlich Spielmaterial für die Pause, das von der Schülervertretung und dem Förderverein überreicht wurde, konnten die Klassen dann mit ihren Pat:innen aus dem Jahrgang 9 und ihren Klassenlehrer:innen Simone Kassenbrock (5A), Stefanie Riehemann (5B), Gerrit Bodde (5C) und Gabi Sommer (5D) in den ersten Angela-Schulmorgen starten.

In den nächsten Wochen wird es viel Neues zu entdecken geben. Namen wollen gelernt, Räume gefunden und Instrumente gewählt werden. Pippi hätte sich mit Neugier und großer Zuversicht in das Abenteuer Angelaschule gestürzt: „So haben wir das noch nie gemacht. Deshalb geht es sicher gut!“.

Wir sind uns sicher, dass euch das auch gelingt. Herzlich willkommen, liebe neue Angelaner:innen!

Sorgen und Wünsche – mit Seifenblasen im Blick und Gott an der Seite starten wir in das Schuljahr 2026/2027

Beim Gottesdienst zum Schuljahresanfang haben wir uns mit Sorgen und Wünschen beschäftigt.

Wäre es nicht schön, wenn unsere Sorgen wie Seifenblasen zerplatzen könnten? Wäre es nicht schön, wenn unsere Wünsche schillernd und schön wie Seifenblasen ungeahnte Höhen erreichen könnten?

Im Glauben dürfen wir darauf vertrauen, dass wir unsere Sorgen- und Wünscheseifenblasen nicht allein tragen. Wir dürfen sie vor Gott tragen – das, was uns belastet, und das, was uns Hoffnung gibt.

So haben wird diesen Gottesdienst mit Seifenblasen und Gott gefeiert. Wir haben unsere Sorgen und Wünsche vor Gott gebracht, in der Hoffnung, dass Gott bei uns ist und uns in jeder Situation beisteht und hilft.

Wir wünschen allen einen guten Start ins neue Schuljahr! Schön, dass ihr wieder da seid!