


Wie und warum wurde aus einem kleinen Dorf am Tiber die mächtige Großstadt Rom? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Klasse 5a im Geschichtsunterricht – und trainierte dabei ganz nebenbei intensiv ihre Lesekompetenz.
Gemeinsam mit Herrn Koltermann und Frau Blaschke erprobten die Schüler:innen verschiedene Methoden der Leseförderung im Fachunterricht. Um die oft anspruchsvollen Sachtexte besser erschließen zu können, lag ein besonderer Fokus auf der Weiterentwicklung der Leseflüssigkeit. Durch gezielte Übungen zum Sichtwortschatz sowie abwechslungsreiche Leseformate konnten die Kinder ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt erweitern: Wenn Schüler:innen einen großen Sichtwortschatz besitzen und damit viele Wörter automatisch erkennen können, ohne sie buchstabenweise zu entschlüsseln, müssen sie weniger Energie ins Entziffern selbst stecken und haben mehr Kapazität, den Inhalt zu durchschauen.
Ob beim „Würfellesen“, beim chorischen Sprechen oder bei spielerischen Übungen – die Motivation war groß und die Lernfreude deutlich spürbar. Die Schüler:innen arbeiteten engagiert mit und zeigten, dass sich fachliches Lernen und Lesetraining gewinnbringend miteinander verbinden lassen. Herr Koltermann fasst diese Beobachtung wie folgt zusammen: „Im Zuge der Leseförderung im Fachunterricht geht es darum, dass Schüler:innen gezielt dabei unterstützt werden, fachtypische Texte zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und für das eigene Lernen nutzbar zu machen.“



Nicht zuletzt die PISA-Studien der vergangenen Jahre legen nahe, dass das Lesen die Schlüsselkompetenz schlechthin ist, um eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft und politische Partizipation zu ermöglichen. Die Bedeutsamkeit von Lesekompetenz reicht also weit über schulischen Erfolg hinaus: Wer Texte und ihre Informationen verstehen, einordnen und auf diese Weise auch bewerten kann, ist besser in der Lage, sich eine fundierte Meinung zu bilden.
Die Fachschaft Deutsch unserer Schule misst der Leseförderung aus benannten Gründen eine zentrale Bedeutung bei. Eine Arbeitsgruppe hat sich auf den Weg gemacht, ein Lesecurriculum für die verschiedenen Jahrgänge zu entwickeln. Eine vertiefende Fortbildung in Kooperation mit der Universität Hannover, unterstützt durch die Dombuchhandlung Osnabrück, ist in Planung.
Fachobfrau Janine-Rörsch-Eisenberg zeigt dabei eine klare Perspektive auf: „Die Angelaschule soll sich als lesefreundliche Schule weiterentwickeln: ein Ort, an dem vielfältige Leseanreize geschaffen werden und die Lesekompetenz zugleich systematisch und nachhaltig gestärkt wird. Leseförderung verstehen wir dabei als gemeinsame Aufgabe, die künftig noch stärker in den schulischen Alltag integriert werden soll.“































































